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vi & Co.

Der Editor vi hat sich zu einer Art Standardeditor unter Unix entwickelt. Er ist praktisch bei jedem Unix vorhanden, daher schadet es nichts, wenn man zumindest die wichtigsten Kommandos kennt.

Einige Programme arbeiten bei der Tastaturbelegung mit den vi Tastenkürzeln, andere, z.B. sudo mit visudo lassen sich nur so konfigurieren.

vi kennt zur Verwirrung der Anwender verschieden Modi. D.h., die Tastaturbelegung im Eingabemodus ist anders als im Kommandomodus.

Als Erleichterung gibt es Nachfolger, die sich unter X11 auch mit der Maus bedienen lassen. vim heißt vi improved und ist ein solcher verbesserter vi. Der Aufruf mit der Option -g schaltet den graphischen Modus ein, der neben Menüs auch eine Syntaxhervorhebung für die wichtigsten Programmiersprachen bietet.

Die Syntaxhevorhebung mittels Farben funktioniert auch auf der Konsole, die Menüs allerdings nur unter X11.

vi [dateiname] startete vi und lädt [dateiname], dabei wird vi im Kommandomodus gestartet, d.h. man kann erstmal keinen Text eingeben. Mittels i oder a kann man in einen Einfügemodus umschalten und Text eingeben. Dabei fügt i Text genau an der Stelle ein, an der der Cursor steht und a fügt rechts vom Cursor ein, A rechts vom Zeilenende. Mittels ESC schaltet man zurück in den Kommandomodus und kann sein Werk abspeichern. Dies geschieht mittels :w (w für write), oder, wenn man vi gleich verlassen möchte mit :wq (q für quit), kürzer geht es mit :x oder ZZ. Will man keine Änderungen an einer Datei speichern, so muß man :q! eingeben.

Man kann mit / nach Ausdrücken suchen.

Falls man sich nicht alle Tastenkürzel merken kann oder will, gibt es auch einen Kaffeebecher mit den wichtigsten Kommandos (so ca. 50).


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Matthias Kabel
2000-01-23