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procmail

procmail ist ein MDA und verteilt die eingehende Post auf verschieden Postfächer des Benutzers. Dies ist sehr praktisch, wenn man z.B. mehrere Mailinglisten liest, die man natürlich nicht alle durcheinandergewürfelt aufbewahren möchte.

Es hat sich bewährt, ein eigenes Unterverzeichnis für die Post in seinem ãnzulegen. Der Name diese Verzeichnisses hängt vom verwendeten Mailprogramm ab, allerdings lassen sich die meisten Programme auch dazu überreden ein anderes Verzeichnis als vorgesehen zu verwenden. im folgenden soll von  /Mail ausgegangen werden.

procmail erwartet eine  /.procmailrc mit den einzelnen "Rezepten".

Wenn man selber Rezepte erstellen möchte, so empfiehlt sich auch ein Blick in die Dokumentation von procmail dort sind sehr gute Beispiele mit ausführlichen Kommentaren, allerdings nur in englisch.

Fangen wir wieder an, einige rezepte zu erstellen. Es sollen Mailinglisten in jeweils eigene Ordner verschoben werden.

MAILDIR=/home/matthias/Mail
DEFAULT=$MAILDIR/mbox
LOGFILE=$MAILDIR/procmail.log

:0:
*^To: mkabel@debian.org
debian-org

:0
^To: lug-ts@chiemgau.com
lug-ts

Ein neues Rezept beginnt immer mit :0, in der nächsten Zeile steht ein regulärer Ausdruck, nach dem gesucht werden soll. Hier also nach einem Zeilenanfang (^), der To: mkabel@debian.org bzw. lug-ts@chiemgau.com enthält, in der nächsten Zeile dann der Ordner, in den die Nachricht einsortiert werden soll.

Standardmäßig wird nur in Kopfeinträgen der NAchrichten gesucht. Mit einem B läßt sich auch im Body der Nachricht suchen, allerdings kann dies erheblich auf die Geschwindigkeit schlagen. In der Datei procmail.log können alle Aktionen von procmail nachvollzogen werden.

Trifft keine Regel zu, so soll in den Ordner DEFAULT ausgeliefert werden.


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Matthias Kabel
2000-01-23